Montag, 19. August 2013

Lohnstrasse

Die Lohnstraße an der Einmündung in die Steinstraße









Die Lohnstraße ist der wichtigste und idyllischste erhaltene Teil der Diepholzer Altstadt. Sie verbindet die Mühlenstraße und die Steinstraße mit dem ehemaligen Gut "Münte". Da die Straße auch eine Art von "Touristenmagnet" ist, wird uns ihre historische Bebauung wohl erhalten bleiben. Die Lohnstraße entstand im 16.Jahrh. als Erweiterung des alten Stadtkernes. Deshalb lag die Lohnstraße außerhalb der eigentlichen Stadtbefestigung auf der "Insel" zwischen Vorderlohne und Mühlkanal. Diese schmale "Insel" erlaubte nur eine einseitige Bebauung. Bis 1834 hieß die Lohneinsel "Neustadt". Charakteristisch ist die relativ einheitliche und enge Bebauung mit Fachwerkhäusern, zwischen denen sich schmale Droopen (= Traufen) zum Abfluß des Regenwassers befinden. Bis zur Industrialisierung im 19. Jahrh. lebten in der Lohnstraße überwiegend Tuchmacher.  

In den 1970er Jahren, während der Zeit der großen Abrißwut in Diepholz, gab es auch in der Lohnstraße ein paar Hausabrisse mit anschließenden Neubauten. Dennoch ist die in den 1980er Jahren erfolgte Altstadtsanierung gut gelungen und das historische Gesamtbild der Lohnstraße erhalten. 














Die Häuser der Lohnstraße vom Müntepark aus gesehen







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen